Gleditschie
Gleditsia triacanthos f. Inermis
Details
| Höchstalter | 125 Jahre |
| Maximalhöhe | 30 m |
| ∅ der Krone | 20 m |
| Wachstum | ca. 50 cm/Jahr |
| Verw. Arten | ca 13 |
| Frosthärte | ca -28°C |
| CO2-Speicher* | ca 29.2 t CO2 |
| Ursprungsort | USA bis Nordmexiko |
Steckbrief
Inhalt vorlesen lassen:
Woher hat die Gleditschie ihren Namen?
Die Gleditschie ist nach dem deutschen Botaniker Johann Gottlieb Gleditsch (1714–1786) benannt, der als bedeutender Botaniker in Berlin wirkte. Der Namenszusatz „triacanthos“ bedeutet sinngemäß „dreidorning“, weil die Wildform teils sehr lange, verzweigte Dornen an Stamm und Ästen ausbildet. Die Form „inermis“ hingegen ist eine dornenlose Variante, die speziell für städtische Begrünungen ausgewählt und weitervermehrt wird.
Welche Bedeutung hat die dornenlose Gleditschie als Parkbaum?
Die Gleditsia triacanthos f. inermis wird wegen ihrer filigranen, lichtdurchlässigen Krone und ihrer Robustheit häufig in Städten und Parks gepflanzt. Ihr fein gefiedertes Laub wirft einen angenehmen, lockeren Schatten – darunter können oft noch Rasen und Stauden gut wachsen. Im Herbst verfärben sich die Blätter meist goldgelb und machen den Baum zu einem besonderen Blickfang.
Die dornenlose Gleditschie gilt als gut hitze- und trockenheitsverträglich und kommt auch mit städtischen Belastungen wie verdichteten Böden und Luftverschmutzung vergleichsweise gut zurecht. Genau diese Toleranz gegenüber schwierigen Standortbedingungen macht sie zu einem sehr geeigneten Baum für das urbane Umfeld.
Woran erkennt man sie im Park besonders gut?
- Sehr feines, gefiedertes Laub – wirkt fast „farnartig“ und insgesamt leicht und transparent.
- Lichter Kronenaufbau – der Schatten ist eher „gefiltert“ als dunkel.
- Schoten (wenn vorhanden): oft lange, flache Hülsen, teils gedreht, die im Herbst/Winter hängen bleiben können.
- Wildform vs. Parkform: die Wildform ist häufig stark bedornt; „inermis“ ist dornenlos.
Wussten Sie schon?
Die Gleditschie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Typisch sind ihre langen Schoten: Bei der Wildform können sie sehr groß werden und bis etwa 40 Zentimeter erreichen. Oft sind sie dekorativ gedreht und werden deshalb auch als zierendes Element wahrgenommen.
Die Schoten enthalten ein zuckerhaltiges Fruchtfleisch und können süßlich duften – das lockt verschiedene Tiere an, die zur Verbreitung beitragen. Die Samen selbst sind sehr hart und nicht „Snack-geeignet“ wie bei manchen anderen Hülsenfrüchtlern – für Tiere (und teils als Futternutzung) sind Schoten und Inhalt aber durchaus relevant.
Wichtig: „dornenlos“ bedeutet nicht automatisch „fruchtlos“. Viele in Städten verwendete Sorten sind zwar dornenlos und oft auch fruchtarm (oder gezielt fruchtlos), ob und wie viele Schoten ein Baum bildet, hängt jedoch von der Sorte und auch vom Standort ab.
Wofür kann die Gleditschie genutzt werden?
Neben ihrer Rolle als Zier- und Stadtbaum hat die Gleditschie auch wirtschaftliche und ökologische Aspekte: Ihr Holz ist hart und widerstandsfähig und wurde (vor allem in Nordamerika) traditionell für robuste Anwendungen genutzt, etwa für stark beanspruchte Bauteile oder langlebige Holzprodukte.
Die Wildform der Gleditschie wurde früher zudem als natürliche „Sicherheitshecke“ eingesetzt – ihre Dornen hielten Tiere fern. In Städten spielt die dornenlose Variante heute vor allem ihre Qualitäten als Park- und Straßenbaum aus: lockerer Schatten, filigranes Laub und eine insgesamt leichte, freundliche Wirkung im Stadtraum.





