Hainbuche

Carpinus betulus

Details

Höchstalter ca. 300 Jahre
Maximalhöhe ca. 10–20 m
∅ der Krone ca. 7–12 m
Wachstum ca. 25–35 cm/Jahr
Verw. Arten ca. 45
Frosthärte ca. -29°C
CO2-Speicher* ca. 40,4 t CO2
Ursprungsort Europa bis Westasien
*Der Schätzwert für den angegebenen CO2-Speicher beruht auf der Annahme eines Baumes mit 15m Höhe und 1,5m Durchmesser.
Dies entspricht einem Volumen von 26,5 m3.
Berechnet wurde auf Grundlage einer Zylinderform – also ohne ausladene Äste – und in Bezug zur jeweiligen Holzart- und Dichte.

Die angewendete Formel lautet:


Baum-Gewicht ÷ 2 ⋅ 3,67

Steckbrief

0
Baum-Nummer
0
Gepflanzt
0 l./Tag
Pflege-Wasserbedarf

Inhalt vorlesen lassen:

Ist die Hainbuche eine Buche?

Nein. Der Name „Buche“ ist etwas irreführend, denn Hainbuchen sind nicht aus der Familie der Buchengewächse, sondern gehören zu den Birkengewächsen (Betulaceae).

Welche Bedeutung hat die Hainbuche für den Park?

Die Hainbuche ist bei uns heimisch. Sie ist von Südskandinavien über Mitteleuropa bis Weißrussland verbreitet. Dort wächst sie in Wäldern neben den Hauptbaumarten Buche und Eiche. Letztere beschattet sie so, dass ein „astreiner“ Stamm ausgebildet werden kann.

In Europa bilden sie eine eigene Pflanzengesellschaft, den sogenannten Eichen-Hainbuchen-Mischwald – er wächst auf Böden, die für die Rotbuche zu nährstoffarm sind.

Als Stadtbaum war sie vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg beliebt, da sie heimisch ist und dank ihres toleranten Wurzelwerks auch auf den schwierigen Standorten der Kriegstrümmer wuchs.

Wofür kann sie genutzt werden?

In der Vergangenheit wurde ihr extrem hartes und schweres Holz gerne für Werkzeug, Hackblöcke, Spindeln, Ochsenjoche, Fässer oder Schlittenkufen genutzt. Heute findet das Holz der Hainbuche nur noch wenig Verwendung, z.B. für Böden oder Werkzeugstiele.

Wussten Sie schon?

Das Wort „hanebüchen“ ist aus dem mittelhochdeutschen „hagenbüechin“ (=aus Hagebuchenholz bestehend) abgeleitet. Hagebuche ist ein anderer Name für die Hainbuche. Hanebüchen bedeutet so viel wie unerhört, aber auch derb, klobig oder grob, was sich auf die Härte und Zähheit des Hainbuchenholzes zurückführen lässt.