Schwedische Mehlbeere
Sorbus intermedia
Details
| Höchstalter | ca. 150 Jahre |
| Maximalhöhe | ca. 15 m |
| ∅ der Krone | ca. 5–7 m |
| Wachstum | ca. 25 cm/Jahr |
| Verw. Arten | ca. 100 |
| Frosthärte | ca. -29 °C |
| CO2-Speicher* | ca. 96,5 t CO2 |
| Ursprungsort | Skandinavien / Baltikum |
Steckbrief
Woher hat sie ihren Namen?
Die Schwedische Mehlbeere trägt einen Namen, der ihre Früchte gut beschreibt. Denn diese kleinen orange- bis orangeroten Früchte schmecken nicht saftig wie eine Kirsche, sondern eher trocken und mehlig. Daher stammt der Name „Mehlbeere“. Botanisch gesehen sind es übrigens keine echten Beeren, sondern kleine Apfelfrüchte. Der Zusatz „schwedisch“ verweist auf ihre Herkunft aus Südskandinavien und dem Ostseeraum. Auch der Name „Oxelbeere“ kommt aus dem skandinavischen Sprachraum.
Warum ist sie ein guter Stadtbaum?
Die Schwedische Mehlbeere kommt mit den Bedingungen in der Stadt erstaunlich gut zurecht. Sie verträgt Trockenheit, Hitze, Wind und Frost und gilt als robust gegenüber typischen Belastungen des Stadtklimas. Genau deshalb wird sie häufig als Straßen-, Park- und Stadtbaum gepflanzt. Mit meist etwa 10 bis 15 Metern Höhe bleibt sie zudem in einer gut handhabbaren Größe und bildet eine dichte, geschlossene Krone.
Für den Umweltpfad ist sie deshalb besonders interessant: Sie steht beispielhaft für Baumarten, die auch mit heißeren und trockeneren Sommern vergleichsweise gut zurechtkommen. Sie ist vielleicht nicht der auffälligste Baum im Park, aber ein robuster, verlässlicher und zukunftstauglicher.
Was bringt sie Tieren im Park?
Die Schwedische Mehlbeere ist nicht nur widerstandsfähig, sondern auch ökologisch wertvoll. Ihre dichte Krone bietet Vögeln Schutz und Nistmöglichkeiten. Von Mai bis Juni erscheinen weiße Blütenstände, die für viele bestäubende Insekten attraktiv sind. Später entwickeln sich daraus kleine orange- bis orangerote Früchte, die lange am Baum bleiben und Vögeln als Nahrung dienen.
So leistet die Schwedische Mehlbeere auch in dicht bebauten Stadtquartieren einen wichtigen Beitrag zur Stadtnatur.
Wussten Sie schon?
Auffällig sind die Blätter der Schwedischen Mehlbeere: Auf der Oberseite sind sie dunkelgrün und eher glatt, auf der Unterseite dagegen hell und weißfilzig. Dadurch wirkt der Baum im Wind manchmal fast silbrig. Diese helle Blattunterseite sieht nicht nur schön aus, sondern hilft dem Baum auch dabei, mit Sonne und Trockenheit besser umzugehen.
Wofür kann sie genutzt werden?
Die Schwedische Mehlbeere ist weit mehr als nur ein dekorativer Parkbaum. Sie verbindet Zierwert mit ökologischem Nutzen und eignet sich deshalb besonders gut für das Stadtgrün. Auch für Menschen sind ihre Früchte interessant: Roh schmecken sie eher mehlig und leicht bitter, gekocht oder verarbeitet können sie jedoch essbar sein, etwa zusammen mit anderen Früchten in Mus oder Marmelade.
Ihr Holz gilt zudem als dicht, hart und zäh und wurde im kleinen Maßstab für Holzarbeiten oder als Brennholz genutzt
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