Ahornblättrige Platane

Platanus x hispanica

Details

Höchstalter ca 200 Jahre
Maximalhöhe ca 50 m
∅ der Krone ca 14 m
Wachstum ca 100 cm/Jahr
Verw. Arten ca 7
Frosthärte ca -20°C
CO2-Speicher* ca 27,81 t CO2
*Der Schätzwert für den angegebenen CO2-Speicher beruht auf der Annahme eines Baumes mit 15m Höhe und 1,5m Durchmesser.
Dies entspricht einem Volumen von 26,5 m3.
Berechnet wurde auf Grundlage einer Zylinderform – also ohne ausladene Äste – und in Bezug zur jeweiligen Holzart- und Dichte.

Die angewendete Formel lautet:


Gewicht des Baumes : 2 · 3,67

Anzahl im Park / CO2-Speicher pro Baum

0
Ist-Zustand
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Soll-Zustand
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CO2-Speicher in t

Inhalt vorlesen lassen:

Warum ist die Platane als Straßen- und Parkbaum so beliebt?

Die Ahornblättrige Platane ist die in Europa am meisten gepflanzte Platanenart. Sie ist die Kreuzung zwischen der Amerikanischen (P. occidentalis) und der Morgenländischen (P. orientalis) Platane. Letztere ist die einzige Platanenart, die nicht aus Amerika kommt. Die Griechen nannten diese Platanenart auch „Philosophenbaum“, da sie sich vermutlich als Treffpunkt für philosophische Gespräche eignete. Sie wächst auch heute fast ausschließlich an Bachauen in Südosteuropa.

Die Ahornblättrige Platane hingegen wird heute vor allem in Städten gepflanzt, da sie durch Abgase verschmutzte Luft toleriert und unempfindlich gegenüber verdichteten Böden ist. Außerdem verträgt sie die Hitze im Hochsommer und starken Frost im Winter, wodurch sie für exponierte Flächen in nordeuropäischen Städten geeignet ist. Der beschnittene Baum trägt außerdem als Gestaltungselement an innenstädtischen Straßen und Wegen mit seinem dichten Laub als Schattenplatz im Sommer bei.

Warum pellt sich ihre Rinde?

Der Rindenabwurf ist bei Platanen ein natürlicher Vorgang. Da es im Frühjahr meist ausgiebig regnet und die Platanen viel Wasser aufnehmen, haben sie im Sommer einen regelrechten Wachstumsschub. Durch das schnelle Wachstum in die Breite gerät die Borke unter Spannung und löst sich als Platten vom Stamm ab. Darunter liegt die frische, neue Rinde.

Ist die Platane mit dem Ahorn verwandt?

Auffällig ist, dass sich die Blätter der Platane und des Ahorns mit ihrer gelappten Form recht ähnlich sehen. Eine Hypothese ist, dass vor allem Laubbäume, nicht tropische Arten, gelappte Blätter aufweisen. Diese Form soll es ihnen ermöglichen, an den Blatt-Spitzen die Photosynthese-Aktivität in jungen Blättern zu erhöhen. Ob gelappte Blätter zufällig, als funktionelles Erfordernis oder basierend auf einem gemeinsamen Ahnen in verschiedenen Baumarten entstanden sind, ist unklar.

Wofür kann sie genutzt werden?

Früher fand sie Anwendung als Heilmittel. Ihre Früchte waren, als Wein getrunken, gegen Schlangenbisse oder Skorpionstiche wirksam, die Borke wurde bei Zahnschmerzen eingesetzt und die Blätter bei Augenkrankheiten.

Heute ist vor allem die Platanenrinde interessant für die Forschung, da sie eine potentiell Krebsheilende Substanz (Triterpene) in hoher Konzentration enthält.

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